• Kente •

Tücher der Ashanti und der Ewe
für zeremonielle Anlässe

KWAM SASA NENE verfügt über eine reichhaltige Auswahl an alten Kente der Ashanti und der Ewe.

Das Weben von Baumwolltüchern auf transportablen Webstühlen wird in Ghana seit hunderten von Jahren praktiziert. Die tradtionellen blauen Muster auf dem weißen Tuch waren vom Königshaus der Ashanti streng vorgeschrieben. Je bedeutungsvoller die Muster, umso kleiner war die Zahl der Untertanen, die sie tragen durften. Mit der Ankunft der Europäer kam auch die erste Seide nach Westafrika.

Man begann die farbigen Fäden aus Stoffen zu ziehen, um sie in die Baumwollstreifen einzuweben. Als mehr von diesem Material aus Europa, Nordafrika und Indien in das Königreich kam, entstand in dem Ort Bonwire bei Kumasi, dem Zentrum der Ashanti der farbenprächtige Stoff "Kente". Da man auch den verschiedenen Farben Bedeutung zuschrieb, wurde das Weben sehr kompliziert. Es dauerte etwa sieben Monate, um ein Tuch zu fertigen.
 

Bezeichnend für den künstlerischen Aufwand ist der Name eines Musters: "Adweneasa". Es bedeutet soviel wie "Ich habe keine Ideen mehr, meine Kunst ist am Ende!". Durch die hohen Preise für Seide und wegen der strengen Auflagen des Könighauses ist die Herstellung von Kente in dieser Qualität seit dem 2. Weltkrieg fast zum Erliegen gekommen.

Die Ewe aus der Voltaregion haben in der Vergangenheit mit großem Respekt auf das starke Königreich in ihrer Nachbarschaft geschaut, denn hier hat es nie eine bindende Obrigkeit gegeben. Sie leben heute in drei Hauptgruppen im Grenzgebiet Ghanas und Togos. Auch hier hat die Webkunst von jeher eine große Bedeutung. Sie hatten zwar keine Möglichkeit an Seide zu kommen, aber es gab eingefärbten Baumwollzwirn. So entwickelten sich die baumwollenen Kente der Ewe. Da es nie Vorschriften zur Einhaltung traditioneller Muster gab, ist die Vielfalt ihrer Kente-Muster endlos. Auch für das Tragen dieser wertvollen Tücher gibt es keine Beschränkungen. Dadurch ist die Zukunft dieser Kunst gesichert. Das Zentrum der Ewe-Kente ist Kpetoe (Sprich: Petwai) in der Voltaregion.